Meditation

 2. Sonntag im Jahreskreis C

20.01.2019

 

Hochzeit zu Kana, Giotto di Bondone (entstanden 1304–1306)

(Quelle: Wikimedia)

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes

In Kana in Galiläa fand eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei. Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen. Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut! Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder fasste ungefähr hundert Liter. Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand. Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt, und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm. Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wusste nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da ließ er den Bräutigam rufen und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zu viel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.

 Joh 2, 1-11

 

Wenn wir uns auf Jesus einlassen, müssen wir immer mit Unerwartetem ja, scheinbar Unsinnigem rechnen: Wer wird schon das Beste bis zum Schluß aufbewahren, wenn man doch ahnen kann, daß die Gäste es gar nicht mehr zu würdigen wissen. Das geht ganz gegen unser Denken. Wir möchten immer alles genau geregelt wissen, vorausschaubar, planbar. Aber so ist es nicht, Jesu Ruf bleibt unverfügbar und überraschend. Er geschieht in Situationen und Lebenslagen, in denen wir das nie erwarten würden. Und es geschieht in unserem Alltag. Die Frage an uns ist aber, ob wir noch ein Gespür, das Gehör haben, in den alltäglichen Situationen Gottes Anruf zu erkennen und entsprechend zu handeln.

 

 

 

 

 

 Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters

Januar

Evangelisation: Dass junge Menschen, allen voran die in Lateinamerika, Marias Beispiel folgen und auf Gottes Ruf antworten,  indem sie die Freude des Evangeliums in die Welthinaustragen.

Februar

Universal: Dass alle, die dem Menschenhandel, der Zwangsprostitution und der Gewalt zum Opfer gefallen sind, mit offenen Armen in unserer Gesellschaft aufgenommen werden.