Meditation

 

11. Sonntag im Jahreskreis B 

17.06.2018

 

 

 

 

 

Königin der Nacht (Foto: Privat)

 

 + Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

Jesus sprach zu der Menge: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst, und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da. Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, so dass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können. Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten. Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.

Mk 4, 26-34

 

Ich vermute, Sie haben sicherlich auch schon diese Erfahrung gemacht, da haben Sie sich Jahre lang Hoffnungen gemacht, und dann zerschlagen sich alle Erwartungen mit einem Schlag. Wie tief enttäuscht sind wir, vor allem, wenn es sich um menschliche Beziehungen handelt. Könnte es sein, daß wir verlernt haben, in Geduld etwas Erhofftes zu erwarten - warten zu können. Wir werden heute darauf getrimmt: Alles ist möglich und zwar sofort! Ich habe auf meinem Blumenfenster eine sehr häßliche Pflanze stehen, wirklich unansehnlich: Die Königin der Nacht Seit vielen, vielen Jahren, sicherlich inzwischen wohl mindestens 15, treibt sie dornige Arme, aber keine Blüte. Vor einem Monat zum ersten Mal seit dem letzten Blühen, sah ich den Ansatz einer Blüte, die nur eine Nacht mit einem fast atemberaubenden Vanilleduft blüht und am Morgen schon wieder verwelkt ist. Wie froh war ich und voller Hoffnung. Leider war die Blüte ungeöffnet abgefallen, als ich - nach einer längeren Abwesenheit - wieder nach hause kam. Dennoch, es ist eine Hoffnung, ich habe noch einen neuen zweiten Blütenansatz entdeckt. 

Wenn wir schon mit solchen Dingen Geduld haben können, wie viel mehr dann doch noch mit Menschen, die uns doch viel näher sein sollten als jede Pflanze oder jedes Tier.

 

 

Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters

Juni

Die sozialen Netzwerke: Dass die Menschen durch das Geschehen in den sozialen Netzwerken zu einem Miteinander finden, das die Vielfalt der Einzelnen respektiert.

Juli

Die Priester und ihr Dienst: Priester, die sich durch ihre Arbeit erschöpft und allein gelassen fühlen, mögen durch Vertrautheit mit dem Herrn und durch Freundschaft untereinander Trost und Hilfe finden.

 

 

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