Meditation zum 20. Jahressontag C

18. August 2019

 

 

 

 

Streit in den Kirchen (Quelle: Wikimedia)

 

 

Aus dem hl. Evangelium nach Lukas

Jesus sprach zu seinen Jüngern: Ich bin gekommen, um Feuer auf die Erde zu werfen. Wie froh wäre ich, es würde schon brennen!
Ich muss mit einer Taufe getauft werden und wie bin ich bedrängt, bis sie vollzogen ist.  Meint ihr, ich sei gekommen, um Frieden auf der Erde zu bringen? Nein, sage ich euch, sondern Spaltung.  Denn von nun an werden fünf Menschen im gleichen Haus in Zwietracht leben:
Drei werden gegen zwei stehen und zwei gegen drei;  der Vater wird gegen den Sohn stehen und der Sohn gegen den Vater, die Mutter gegen die Tochter und die Tochter gegen die Mutter, die Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter, und die Schwiegertochter gegen die Schwiegermutter.

Lk 12, 49–53

 

 

 

Dieses Evangelium ist sehr schwer zu verstehen. Ist Jesus nicht gekommen, um "seinen Frieden zu bringen", wie er doch selbst gesagt hat. Und nun dieses harte Wort vom Streit und der Zwietracht unter den Menschen?

Es erscheint mir wichtig, diese Worte auf dem Hintergrund der Gedanken Jesu, die er im Satz vorher äußert, zu lesen. Denn alles ist nur zu verstehen im Hinblick auf die "Taufe" Jesu, seinen Tod am Kreuz. Und die Botschaft von Kreuz und Auferstehung Jesu für uns ist in der Tat immer ein Sprengsatz gewesen in der Geschichte der Völker. Um dieser Botschaft willen gab es Krieg, Spaltung und Auseinandersetzungen auch in der Gemeinschaft der Kirche bis hin zu Spaltungen und Abtrennungen, die in der Tat bis in die Familien und Freunndeskreise hinein wirkten. Und das bis heute. Gerade auch in unseren Tagen erleben wir  von neuem die Unversöhnlichkeit von sogenannten konservativen und liberalen Kirchengliedern. In dieser Gemengelage sind in der Tat neue Abspaltungen nicht durchaus möglich. So sind diese Worte Jesu durchaus ein Spiegel auch unserer kirchlichen Situation.

Und da ist nur eines von Bedeutung: daß wir die Botschaft Jesu zum Brennen bringen in uns selbst und damit auch wieder für unsere Umwelt erlebbar und sichtbar werden lassen

 

 

 

 

 Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters

 

 

AUGUST

Evangelisation: Dass der Familienalltag durch Gebet und liebevollen Umgang immer deutlicher eine „Schule menschlicher Reife“ wird.

 

SEPTEMBER

Universal: Dass Politiker, Wissenschaftler und Ökonomen zusammenarbeiten, um die Weltmeere und Ozeane zu schützen.