Meditation

7. Sonntag im Jahreskreis B

18.02.2018

 

 

 

  

Leibeigene mit Aufseher ca. 1300

(Quelle: Wikimedia)

Lesung aus dem Buch Jesaja

So spricht Gott, der Herr: Rufe aus voller Kehle, halte dich nicht zurück! Lass deine Stimme ertönen wie eine Posaune! Halt meinem Volk seine Vergehen vor und dem Haus Jakob seine Sünden! Sie suchen mich Tag für Tag; denn sie wollen meine Wege erkennen. Wie ein Volk, das Gerechtigkeit übt und das vom Recht seines Gottes nicht ablässt, so fordern sie von mir ein gerechtes Urteil und möchten, dass Gott ihnen nah ist. Warum fasten wir, und du siehst es nicht? Warum tun wir Buße, und du merkst es nicht? Seht, an euren Fasttagen macht ihr Geschäfte und treibt alle eure Arbeiter zur Arbeit an. Obwohl ihr fastet, gibt es Streit und Zank, und ihr schlagt zu mit roher Gewalt. So wie ihr jetzt fastet, verschafft ihr eurer Stimme droben kein Gehör. Ist das ein Fasten, wie ich es liebe, ein Tag, an dem man sich der Buße unterzieht: wenn man den Kopf hängen lässt, so wie eine Binse sich neigt, wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt? Nennst du das ein Fasten und einen Tag, der dem Herrn gefällt? Nein, das ist ein Fasten, wie ich es liebe: die Fesseln des Unrechts zu lösen, die Stricke des Jochs zu entfernen, die Versklavten freizulassen, jedes Joch zu zerbrechen, an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen. Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Wunden werden schnell vernarben. Deine Gerechtigkeit geht dir voran, die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach. Wenn du dann rufst, wird der Herr dir Antwort geben, und wenn du um Hilfe schreist, wird er sagen: Hier bin ich.

Jes 58, 1-9a

 

Es ist fast erschreckend, wie dieser Text, dieses Wort Gottes an uns Menschen, immer noch nichts von seiner Gültigkeit und Aktualität verloren hat. Werden nicht auch heute - genau wie damals - Menschen ausgebeutet, z.B. an den verkaufsoffenen Sonntagen zur Arbeit mehr oder weniger gezwungen, obwohl Viele sicherlich lieber mit ihrer Familie zusammensein oder auf andere Weise diesen Tag für sich gestalten würden. Und erschreckend auch, wenn wir dieses Wort anwenden auf diejenigen, die am liebsten alle Flüchtlinge wieder aus dem Land jagen würden. Oder denken wir an die vielen - vor allem Frauen und junge Mädchen -, die auch bei uns in Deutschland in so manchem Haushalt wie Sklavinnen gehalten werden. Das deutlich zu machen, sich gegen solcher Art Mißbrauch zu wehren und für das Recht der Unterdrückten und Wehrlosen einzusetzen kann nicht nur Aufgabe der amtlichen Caritas oder anderer Hilfsorganisationen sein, sondern ist uns allen aufgegeben.   

 

 

Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters

Februar

„Nein“ zu Korruption: Dass jene, die über wirtschaftliche, politische oder religiöse Macht verfügen, ihre Position nicht missbrauchen.

März

Ausbildung in geistlicher Unterscheidung: Dass die Kirche erkennt, wie dringend die Ausbildung zu geistlicher Unterscheidung ist und diese sowohl auf persönlicher als auch auf der Ebene der Gemeinden fördert.

 

 

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