Meditation

 

4.  Sonntag der Osterzeit 

22.04.2018

 

 

 

 

Frühchristliche Darstellung des Guten Hirten 

Domitilla-Katakombe  (Krypta von Lucina, 200-300 n. Chr.)

(Quelle: wikimedia)

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 

Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe. Der bezahlte Knecht aber, der nicht Hirt ist und dem die Schafe nicht gehören, lässt die Schafe im Stich und flieht, wenn er den Wolf kommen sieht; und der Wolf reißt sie und jagt sie auseinander. Er flieht, weil er nur ein bezahlter Knecht ist und ihm an den Schafen nichts liegt. Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich, wie mich der Vater kennt und ich den Vater kenne; und ich gebe mein Leben hin für die Schafe. Ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stall sind; auch sie muss ich führen, und sie werden auf meine Stimme hören; dann wird es nur eine Herde geben und einen Hirten. Deshalb liebt mich der Vater, weil ich mein Leben hingebe, um es wieder zu nehmen. Niemand entreißt es mir, sondern ich gebe es aus freiem Willen hin. Ich habe Macht, es hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.

Joh 10, 11-18

Jesus spricht von vielen Schafen, die nicht aus dem angestammten Stall sind. Dieses Wort erinnert mich daran, daß wir uns nicht begnügen dürfen mit den "braven Schafen", die schon immer bei der Herde waren, sondern Ausschau halten müssen nach Menschen, die nach Orientierung suchen, denen vielleicht sogar der Halt verloren gegangen ist. Für alle, die eine besondere Verantwortung tragen, muß die Frage gelten: Warum bin ich eigentlich Mitglied in der Kirche, warum arbeite ich eigentlich in der Kirche mit? Geht es mir um Einfluß (Macht), guten Verdienst und sicheren Arbeitsplatz (Hauptsache "ich habe mein Schäfchen im Trocknen"), oder bin ich wirklich jemand, dem die Nöte der Menschen nicht egal sind, der bereit ist, den "Geruch der Schafe" anzunehmen (wie Papst Franziskus es ausgerückt hat), gerade derer, die aus den vertrauten Wegen ausgebrochen sind, die sich schmutzig gemacht haben, verletzt sind im Gestrüpp unserer Welt? Jesus hat sich anrühren lassen von den Unberührbaren und hat sie angerührt, sie auf seinen Schultern getragen. Er sorgt sich um uns alle - auch um mich.

 

 

 

Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters

APRIL

Verantwortliche in der Wirtschaft: Die Weltwirtschaft möge sich dahingehend wandeln, dass es strukturell keine Benachteiligten mehr gibt.

 

Mai

Die Sendung der Laien: Christen sind in der heutigen Welt vielfach herausgefordert; sie mögen ihrer besonderen Sendung gerecht werden.

 

 

Beachten Sie auch das Angebot "Gebetsanliegen für das Smartphone": 

 

 

 

 

 

 

www.katholisch.de 

Schauen Sie sich auch aktuelle Informationen aus der kath. Kirche in Deutschland an