Meditation

2. Advent im Lesejahr B

10.12.2017

 

 

 

(Quelle: Elmar Ersch, Wikimedia)

 

Lesung aus dem 2. Petrusbrief

 Das eine, liebe Brüder und Schwestern, dürft ihr nicht übersehen: dass beim Herrn ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag sind. Der Herr zögert nicht mit der Erfüllung der Verheißung, wie einige meinen, die von Verzögerung reden; er ist nur geduldig mit euch, weil er nicht will, dass jemand zugrunde geht, sondern dass alle sich bekehren. Der Tag des Herrn wird aber kommen wie ein Dieb. Dann wird der Himmel prasselnd vergehen, die Elemente werden verbrannt und aufgelöst, die Erde und alles, was auf ihr ist, werden nicht mehr gefunden. Wenn sich das alles in dieser Weise auflöst: wie heilig und fromm müsst ihr dann leben, den Tag Gottes erwarten und seine Ankunft beschleunigen! An jenem Tag wird sich der Himmel im Feuer auflösen, und die Elemente werden im Brand zerschmelzen. Dann erwarten wir, seiner Verheißung gemäß, einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt. Weil ihr das erwartet, liebe Schwestern und Brüder, bemüht euch darum, von ihm ohne Makel und Fehler und in Frieden angetroffen zu werden.

2 Petr 3, 8-14

 

Warum ich heute diese Lesung des 2. Adventssonntages zur Meditation ausgesucht habe? Weil sie mich aufmerksam macht auf eigene Defizite in meinem eigenen Verhalten, und - wie ich vermute - auch vielen Leserinnen und Lesern Probleme bereitet: Die eigene Ungeduld. Hier macht mich die Lesung auf etwas aufmerksam, was leicht unserem Bewußtsein entschwunden ist: Gott hat eine unendliche Geduld mit uns und unseren Schwächen und Fehlern. 'Warum greift Gott nicht endlich ein und handelt gegenüber all den Ungerechten und Gewalttätigen dieser Welt?' Wer so fragt, sollte vorsichtig sein, weil wir damit Gottes Handeln auch uns gegenüber einfordern müssen - und das könnte sehr unangenehm sein, wenn er uns sogleich entsprechend unserem eigenen Verhalten entgelten würde. Gott ist langmütig, er wartet darauf, daß wir umkehren, daß wir den Ruf des Täufers Johannes auch für uns anwenden: 'Kehrt um und bekehrt euch!' Er schlägt nicht gleich drein, wir wir es so oft selbst praktizieren in unserer mangelnden Geduld. Darum kann Gott auch zuwarten beim konkreten Zustand unserer Welt mit all ihrer Gewalt, den Kriegen, dem Unrecht, das so vielen Menschen geschieht. In dem sehr ausdrucksstarken Bild der Lesung wird eines deutlich: der Tag der Abrechnung durch Gott kommt mit Sicherheit. Aber sind wir dann wirklich darauf vorbereitet? Darauf zu achten und aus dieser Hoffnung zu leben, ruft uns der Apostel auf. 

 

 

 

 

Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters

 

Dezember

Wir beten um die Weisheit der Älteren

 

JANUAR 2018

Evangelisation: Religiöse Minderheiten in Asien

Dass Christen und andere religiöse Minderheiten in asiatischen Ländern ihren Glauben in voller Freiheit leben können.

 

 

Beachten Sie auch das Angebot "Gebetsanliegen für das Smartphone": 

 

 

 

 

 

    www.katholisch.de 

    Schauen Sie sich auch aktuelle Informationen aus der kath. Kirche in Deutschland an