Meditation

 zum 33. Sonntag im Jahreskreis B

18.11.2018

 

 

  

Hostienschale und Kelch, Zeichen in der Eucharistiefeier (Quelle: Christine Limmer  Parrbriefservice)

 

Tagesgebet

Gott, du Urheber alles Guten,

du bist unser Herr.

Lass uns begreifen, dass wir frei werden,

wenn wir uns deinem Willen unterwerfen,

und dass wir die vollkommene Freude finden,

wenn wir in deinem Dienst treu bleiben.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

 

Lesung aus dem Hebräerbrief

Jeder Priester des Alten Bundes steht Tag für Tag da, versieht seinen Dienst und bringt viele Male die gleichen Opfer dar, die doch niemals Sünden wegnehmen können. Dieser aber hat nur ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht und sich dann für immer zur Rechten Gottes gesetzt; seitdem wartet er, bis seine Feinde ihm als Schemel unter die Füße gelegt werden. Denn durch ein einziges Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer zur Vollendung geführt. Wo aber die Sünden vergeben sind, da gibt es kein Sündopfer mehr.

Hebr. 10, 11-14.18

 

Wiederum wird uns heute ein Abschnitt aus de Hebräerbrief zum Bedenken vorgelegt. Es geht weiterhin um den Unterschied zwischen der Opfertheologie Israels und der des Neuen Bundes im Blut Jesu. Der Briefschreiber hat ja seine jüdischen Leser vor sich, die noch vertraut sind mit den vielen Opfern, die Tag für Tag im Tempel dargebracht werden. All diese Hekatomben an Schlachtopfern sind ein für alle Mal abgelöst durch das einmalige Opfer Jesu. So hörten wir es am vergangenen Sonntag im Gottesdienst. Nun kommt noch ein wichtiger Gedanke hinzu: Da im Lebensopfer Jesu für uns alle unsere Sünden ein für alle Mal vergeben sind, ausgelöscht in der liebenden Hingabe Jesu an den Vater - und zwar für uns - bedarf es keinen neuen Opfers mehr. Aber was tun wir denn Sonntag für Sonntag in unseren Gottesdiensten? Auf jeden Fall bringen wir kein weiteres neues Opfer für unsere Sünden dar. Nein, wir erinnern uns an die einzige und einmalige Liebestat Jesu für uns und danken dafür dem Vater im Himmel, den wir symbolisch "erinnern" an das, was Jesus für uns getan hat. Eucharistie (= Danksagung) nennen wir darum unseren Gottesdienst. Gott hat uns unsere Schuld vergeben, so sagt es der Hebräerbrief in diesem Zusammenhang. So feiern wir als die von Gott geliebten Schwestern und Brüder. Und wir werden hinausgesandt aus dem Gottesdienst - der  zugleich ja auch ein Dienst Gottes an uns Menschen ist - zum Dienst an den und zum Zeugnis für die Menschen: Ite, missa est - Geht, ihr seid hinausgesandt (es ist Sendung).

 

 

 

Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters

November

Im Dienst des Friedens: Dass die Sprache des Herzens und der Dialog stets Vorrang haben vor Waffengewalt.

Dezember

Im Dienst der Glaubensvermittlung: Dass alle, die das Evangelium verkündigen, eine Sprache finden, die den unterschiedlichen Menschen und Kulturen gerecht wird.