Meditation

 6. Sonntag im Jahreskreis C

17.02.2019

 

Ausschweifendes Gastmahl, William Hogarth 1732

(Quelle: Wikimedia)

 

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther

 

Schwestern und Brüder!

Wenn verkündigt wird, daß Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht? Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos, und ihr seid immer noch in euren Sünden; und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren. Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen. Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen.

 1 Kor 15, 12.16-20

Wird hier von Paulus nicht in einer Art Zirkelschluß argumentiert? Ist denn die Verkündigung  einer Behauptung schon der Beweis für deren Richtigkeit und Wahrheit? Am Beginn dieses Textabschnittes scheint es so zu sein. Aber wir müssen diese ersten Sätze wie eine Art Überschrift lesen. Erst die dann folgenden Ausführungen stellen die Argumentation des Apostels dar. Es geht hier nicht um Glaubenswahrheiten sondern um von Augenzeugen belegten Tatsachen. Und es geht auch nicht zuerst um die Frage, ob Jesus auferstanden sei, sondern darum, was für uns Glaubenden daraus folgt. Diese Frage ist nicht theoretisch sondern ist heute brandaktuell. Es gibt viele Menschen, die sich Christen nennen, wohl auch an Christus als Auferstandenen glauben  (mehr oder weniger) aber an ein Leben jenseits der Todesgrenze für jeden einzelnen Menschen nicht hoffen. Wir brauchen nur einmal Todesanzeigen lesen auch von Christen, dann wird die ganze Hoffnungslosigkeit bezüglich eines in Gott erfüllten Lebens erfahrbar. Und Paulus meint, wenn einer dann auch noch "anständig" zu leben versucht, der ist wirklich betrogen. Die Folgerung des Apostels: Wenn es keine Auferweckung von den Toten für uns Menschen gibt, daß laßt uns fressen und saufen, denn morgen sind wir tot" (1.Kor. 15,32). Ob nicht die weit verbreitete Selbstsucht, das Streben nach Macht und Einfluß, nach Besitz sich auch aus dem Nichtglauben an ein Leben nach dem Tod erklären läßt? Da dürfen wir als glaubende Christen nicht mit tun!

 

 

 

 

 

 Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters

Februar

Universal: Dass alle, die dem Menschenhandel, der Zwangsprostitution und der Gewalt zum Opfer gefallen sind, mit offenen Armen in unserer Gesellschaft aufgenommen werden.

 

März

Evangelisation: Dass christliche Gemeinschaften – vor allem jene, die unter Verfolgung leiden – sich Christus nahe wissen und in ihren Rechten geschützt werden