Januar/Februar 2020

Gedanken zur Feier der hl. Messe 

 

 

 

  Rembrandt die Heimkehr des Sohnes

(St. Petersburg, Eremitage)

Das Schuldbekenntnis 

Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Schwestern und Brüdern,

daß ich Gutes unterlassen und Böses getan habe.

Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken

durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine übergroße Schuld.

Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen

und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott unserem Herrn.

 

Mit diesem oder einem ähnlich geformten Schuldbekenntnis stellt sich die Gemeinde gemeinsam mit dem Priester am Beginn der hl. Messe vor Gott. Damit machen wir uns zuallererst einmal bewußt, daß es ein Geschenk seiner Liebe ist, daß wir uns in seiner Gegenwart aufhalten dürfen. Jesus hat einmal einer Schar von Pharisäern und Priestern - als sie die Steinigung einer vor ihn hingeschleppten Ehebrecherin forderten und seine Meinung dazu hören wollten - gesagt: Wer von euch ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein. Und es heißt dann von den Anklägern: da schlichen sie einer nach dem anderen davon, die größten Schreier zuerst. 

Sich schuldig zu fühlen hat heute kaum mehr Raum in unserem Denken - zumindest nicht vor Gott. Da kennen wir nur Forderungen (wenn Gott so handelt, kann er mir gestohlen bleiben) oder Erwartungen.

Und doch sind wir und ist alle Welt voll von Handeln, das nicht an Gottes Weisung ausgerichtet ist; voll von Egoismen, Haß und Gewalt. Und daran haben wir alle auf irgendeine Weise auch Anteil.

Eigentlich sollten wir uns bei dieser Anklage - was leider kaum geschieht - gegenseitig anschauen, da wir ja auch einander um Entschuldigung bitten (sollten) und Vergebung zusprechen. So hat es ja der Herr geboten: 'Vergebt einander die Schuld, wie Gott euer himmlischer Vater euch eure Schuld vergibt'. 

Es folgt dann die Zusage dieser Vergebung, die der Priester im Namen Jesu gegenüber der Gemeinde ausspricht.

wird fortgesetzt - so Gott will.

 

 

 

 

 

 Gebetsmeinungen des Heiligen Vaters

 

FEBRUAR 2020

Universal: Auf den Hilferuf der Migranten hören: Wir beten dafür, dass der Hilferuf unserer Schwestern und Brüder auf der Flucht gehört und beachtet wird – insbesondere der Opfer des Menschenhandels.

 

MÄRZ

Evangelisation: Katholiken in China: Wir beten dafür, dass die Kirche in China an ihrer Treue zum Evangelium festhält und immer mehr

zusammenwächst.